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Videoprojekt des Stiftergymnasiums für die Fachtagung 2016 der SCHULDNERHILFE OÖ

Die 8BB des Adalbert Stifter Gymnasiums hat im Rahmen der Fachtagung 2016 der SCHULDNERHILFE OÖ Kurzfilme, welche im Vorfeld der Veranstaltung entwickelt und gedreht wurden, gezeigt. Fünf dieser Filme dürfen wir Ihnen mit Erlaubnis der jeweiligen SchülerInnen über unseren YouTube Kanal zum Nachschauen präsentieren:

 

"Mit Geld kann man nicht alles kaufen" von Clara Meusburger

 

"Jugendliche im Markenwahn" von Julia Hirscher

 

"Vollgas Party" von Anna Kern

 

"Jugend und Drogen" von Michaela Hinterkörner

 

"Geld digital" von Cara Schmid

 

Zusätzlich hat die Klassse 8BB noch die folgenden Texte erstellt, die im Rahmen der Fachtagung präsentiert wurden.

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"Wer soll das bezahlen können?" , fragt man sich oft, wenn man auf Preisschilder von Markenkleidung schaut.

Dies ist heutzutage keine Sicherheit bei Jugendlichen. Nur wer "in" ist, gehört zu der Elite. In den "Topf" der Außenseiter zu fallen, geht schneller als man glaubt: Wer kein Geld hat, kann keine angesagten Kleider kaufen und gehört automatisch nicht dazu. Der Druck ist enorm.

Durch Werbung wird den jungen Erwachsenen vorgeschwindelt, nur dann dazuzugehören, wenn man eine bestimmte Marke trägt. Kleidung bestimmt die Stellung in der Gesellschaft.

Eltern sollten die Kleidungskosten für die Kinder nicht in jedem Fall übernehmen. Ich meine, wenn Jugendliche merken, dass sie selbst dafür aufkommen müssen, denken sie vielleicht doch noch einmal über ihre Ausgaben nach. Zusätzlich sollte man sich überlegen, ob Freunde, die nur Wert auf Markenkleidung legen, wahre Freunde sind...

Julia Hirscher


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In der heutigen Zeit werden Markenprodukte immer wichtiger. Branding ist das neue In-Wort. Die "Brands" gehören zum Alltagsleben dazu und sie brennen sich in uns ein, wie ein Brandzeichen eines Stieres.

Man definiert sich mit den Marken beziehungsweise andere erkennen an meiner "Ausstattung" wo ich dazu gehöre. Viele Leute glauben, dass sie die Marken beherrschen, jedoch beherrschen die Marken heutzutage schon uns.
Branding steht für sehr viel: ein in die Haut eingebranntes Zeichen bei Tieren, der Aufbau und die Entwicklung einer Marke, der Markentransfer.

Egal ob bei Automarken, Kleidung und Schuhen oder bei Elektrogeräte - wer das teuerste und neueste Produkt von apple, Gucci und Co hat, ist angesagt. Haben sie sich schon einmal eine Zeitschrift - Cosmopolitan, Elle, vogue - angesehen? Die Models in den Zeitschriften tragen Markenkleidung, wo ein Stück manchmal Hunderte von Euros kostet.

Vor allem Jugendlichen sind Produkte von bekannten Marken sehr wichtig, denn wer die coolsten Sachen hat ist auch der Coolste. Mobbing ist die Folge davon, wenn sich die Eltern keine teuren Markenprodukte für ihre Kinder leisten können. Ist es Ihnen wichtig ein Shirt um 80€ zu haben, nur weil das Logo einer populären Marke darauf zu sehen ist?

Lena Danner

 

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Wir sind Schülerinnen und Schüler aus dem Adalbert Stifter Gymnasium Linz. Unser schulischer Schwerpunkt ist bildnerisches Gestalten und Werkerziehung. Böse Zungen nennen uns auch die "Bastler". Wir haben schon an einigen interessanten und kreativen Projekten gearbeitet. Jetzt, kurz vor der Matura, dürfen wir das erste Mal eines dieser Projekte Ihnen und somit der Öffentlichkeit vorstellen. Aber worum ist es uns in dem Projekt gegangen und wie haben wir es umgesetzt?

Cara, eine Mitschülerin, dreht in ihrer Freizeit gerne Filme, so entstand auch einer über unsere schulischen Projekttage in Graz. Inspiriert von diesem gelungenen Film, kam Professor Stauber auf die Idee das Thema Film im Unterricht zu bearbeiten.

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wieviel Zeit und Arbeit in einem Film steckt? Von der Idee bis zum fertigen Film ist es ein langer, mühevoller Weg. Anfangs standen bloß Ideen und Assoziationen zum Thema Geld und Jugendliche im Raum. Das schwierige war der Aufbau der Story. Sie nachvollziehbar und pointiert zu gestalten.

Schon im April bekamen wir die Aufgabe Handyfilme über das Thema "Jugend und Geld" zu drehen, um diese dann im Herbst auf der Fachtagung der Schuldnerhilfe OÖ zu präsentieren.

Ich erinnere mich an rauchende Köpfe und zahlreiche zerknüllte Entwürfe. Entmutigung und Ärger über den ausbleibenden Erfolg. Auch das korrekte Filmen stellten wir uns anfangs leichter vor. Der Film sollte im Querformat sein, die Perspektive und das Licht mussten stimmen. Aufwändig und mühsam. Der Verlauf der Geschichte sollte aussagekräftig und doch kurz sein. Manche tendierten zu Ausführlichkeit, doch Kürze und Prägnanz waren gefragt.

Schließlich galt es noch ein adäquates Schnittprogramm zu finden. Sie würden wahrscheinlich sagen: "Kein Problem, App-Store öffnen und los geht's."

Falsch gedacht, viele Videoprogramme sind kostenpflichtig. Sie speichern im falschen Format ab oder bieten prinzipiell nur eine Testversion an. Eine Mitschülerin verwendete Testversionen und konnte folglich keine Videos abspeichern. Sie schnitt insgesamt 12 Stunden, doch das Ergebnis ist beeindruckend. Dieses werden wir Ihnen später noch präsentieren.

Im Unterricht setzten wir uns mit der Themenfindung und dem Inhalt der Filme auseinander. Dafür führten wir Interviews mit unseren Mitschülerinnen zum Thema Geld, lauschten den spannenden Geschichten unseres Lehrers und verfassten Statements. Diese wurden im Anschluss in Kleingruppen überarbeitet und perfektioniert.

Dabei wurde viel über Grammatik und Satzbau diskutiert. Aber auch viel über so manche Rechtschreibkönige unter uns gelacht.

Gefilmt wurde hauptsächlich Zuhause. Dabei war es nicht immer einfach geeignete Schauspieler oder Kameramänner zu finden. Häufig wurden Geschwister und Eltern eingespannt, welche sich nicht immer erfreut zeigten, doch letztlich einwilligten beim Filmen zu helfen. Im Unterricht wurden die entstandenen Filme dann analysiert und konstruktiv kritisiert.

Trotz aller Schwierigkeiten erzielten wir schließlich Resultate, mit denen wir selbst und unser Lehrer zufrieden sein können. Herr Stauber unterstützte uns durch konstruktives Feedback beim Arbeitsprozess. Außerdem lieferte er das theoretische Basiswissen zum Thema Film.

Wir hoffen, dass Sie einen Einblick in die Entwicklung unserer Filme bekommen haben. Unsere Videos zeigen die Gedanken, Sorgen und Ängste von Jugendlichen im Umgang mit Geld aus Sicht eines jungen Heranwachsenden.

Wir Schülerinnen und Schüler des Werkzweiges vom Adalbert Stifter Gymnasium bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit.

Clara Meusburger, NN und Franziska Schneeberger

 

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Jugendlichen fällt es häufig schwer, zwischen essenziellen und nicht essenziellen Ausgaben zu unterscheiden. Dies kann oft zu Geldproblemen, wie zur Verschuldung führen. Manchmal wird den Jugendlichen der verantwortungsbewusste Umgang mit Geld nicht richtig gezeigt. Ich glaube, die Geldverschwendung wird ihnen bereits von den Eltern vorgelebt. Vielen fällt es schwer, den Umgang mit Geld zu erlernen. Oft werden Jugendliche schon im Kindesalter von ihren Eltern mit Geld überhäuft.

Viele Eltern wollen ihren Kindern mittels beträchtlich hohen Summen an Taschengeld Wertschätzung schenken. Durch dieses Verhalten wird Jugendlichen schon sehr bald der richtige Umgang mit und der eigentliche Wert von Geld verschwiegen. Minderjährigen fällt es aber auch durch hohe Summen an Taschengeld immer leichter, an Dinge wie Alkohol, Zigaretten und andere gesundheitsschädliche Genussmittel zu gelangen. Immer mehr Jugendliche tendieren außerdem dazu, derartige Sachen zu kaufen, da junge Erwachsene immer mehr mit Gruppenzwang konfrontiert werden. Und sie somit regelrecht von Mitmenschen zur Geldverschwendung gezwungen werden.

Michaela Hinterkörner


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xxx (auf Wunsch der Autorin entfernt)

 

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Geld, eines der wichtigsten Dinge die im Laufe der Zeit erfunden wurden. Damit kann man heutzutage viel kaufen, von einem Stift, bis hin zu einem Haus. Keine Frage, die „kleinen Münzen und bunten Scheine" haben unser Leben eindeutig vereinfacht, wenn man bedenkt, dass vor vielen hundert Jahren noch Tauschgeschäfte stattfanden.

Für viele von uns ist Geld unentbehrlich. Wir verwenden es jeden Tag und manchmal ist uns sein Wert nicht ganz bewusst. Dies scheint besonders junge Leute zu betreffen. Sie geben es oft für sinnlose Sachen aus: Sie kaufen Kleidung ohne Ende bis der Kleiderschrank voll ist, Alkohol und Zigaretten, die gesundheitsschädlich sind. Aber was genau bringt Jugendliche dazu?

Es gibt vermutlich viele Gründe, allerdings einer scheint mir der eindeutigste zu sein: junge Menschen wissen nicht wirklich wieviel Wert Geld tatsächlich hat. Damit meine ich nicht den finanziellen Wert, sondern die Mühe und die Anstrengungen, die unsere Eltern aufbringen müssen, damit sie diese Scheine, die für jeden so verlockend sind, nach Hause bringen können.

Aber natürlich gleicht nicht jeder Jugendliche dem anderen. Es gibt viele, die dies schätzen, ihr Taschengeld sparen und es effizient ausgeben.

Astrid Barbaro

 

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Einkaufen im Internet wird immer beliebter. Bequem von zu Hause aus lockt die schnelle und bequeme Alternative mit unzähligen Angeboten. Vor allem Jugendliche verfallen, durch verlockende Angebote und immer auftauchender Werbung, dem Internet-Shopping. Keine Generation zuvor hatte so viel Geld zur Verfügung wie die heutige Jugend.
Internet Shops, wie Zalando oder Ebay machen sich dies zunutze und steigern somit ihren Profit in kürzester Zeit. Die einfache Anschaffung per Mauseklick hat aber eine Kehrseite: Die Verschuldung.

Die verlockenden Angebote und die Einfachheit des Bestellens führen User bewusst in diese Falle. Bei einem Blick in die Zukunft kann deutlich gesagt werden, dass sich das Volumen der Online-Käufe im Internet explosionsartig erhöhen wird.

Wichtig wäre eine richtige Aufklärung der Jugendlichen und Kinder in diesem Bereich. Hoffentlich wird dann jeder mit größerer Vorsicht an das Online-Shoppen herangehen.

Isabella Glowacz

 

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Eine rechteckige Karte, die perfekt in jede Geldtasche passt und mit der man Geld abhaben oder bezahlen kann: die Bankomatkarte.

Ab einem bestimmten Alter bekommt man sie von seinen Eltern, mit der Intension mehr Verantwortung für sein Geld zu übernehmen und es sinnvoll zu nutzen. Jedoch wird den meisten Jugendlichen der korrekte Umgang mit der Bankomatkarte nicht erklärt. Erst wenn das Konto leer ist und der Jugendliche überlegt ob er sein Geld sinnvoll ausgegeben hat, begreift er vielleicht welche Verantwortung er eigentlich mit sich trägt.

Katharina Schantl