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Eine Schultüte voller Rechnungen - Spartipps für den Schulbeginn

In Kürze beginnt das neue Schuljahr. Und auch wenn der Schulbesuch in Österreich grundsätzlich unentgeltlich ist, heißt das nicht, dass Schule nichts kostet. Ein einfaches Startpaket für Schulanfänger kostet schon zwischen 100 und 300 Euro. Jahr für Jahr müssen Eltern für Schulsachen viel Geld ausgeben. Mit dem Kauf von Heften, Stiften & Co. am Beginn des jeweiligen Schuljahres ist es aber nicht getan: Kopierkosten, Milchgeld, Projekt- und Wandertag und vieles mehr kommen im Laufe das Schuljahres dazu. Wenn dann in der Oberstufe vielleicht auch noch ein neues Notebook angeschafft werden muss oder eventuell Nachhilfestunden zu bezahlen sind, dann ist ein knappes Familienbudget schnell überstrapaziert. Und Corona hat die finanzielle Situation für viele zusätzlich verschärft.

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Tipps zum Schulanfang
Die folgenden Tipps und Anregungen sollen Eltern dabei helfen, die finanziellen Belastungen am Schulanfang und während des Schuljahres so gut wie möglich meistern zu können:

• Schultasche
Dinosaurier, Superhelden, Elfen, Prinzessinnen – knallige Farben und Glitzer. Für Kinder ist die Schultasche nicht nur notwendiger Gebrauchsgegenstand, sondern ein Statussymbol. Aber was bringt ein teures, stylisches Produkt, wenn das Kind im nächsten Schuljahr plötzlich Dinosaurier nicht mehr cool findet und stattdessen ein Raumschiff auf dem Schulrucksack haben möchte? Entscheiden Sie sich gemeinsam für ein neutraleres Design und die Schultasche wird dem Kind ein langjähriger Begleiter bleiben

• Hefte & Co
Jede Lehrkraft hat andere Vorstellungen von den benötigten Materialien. Kaufen Sie daher nur das, was notwendig ist oder auf der Liste steht und warten Sie bei den restlichen Sachen bis Sie wissen, was die Lehrkraft noch vorgibt. Materialien aus dem vergangenen Schuljahr lassen sich oft weiterverwenden, soweit dies möglich und von den Lehrkräften erwünscht ist. Wenn mehrere Schulkinder in der Familie sind, lassen sich manche Schulsachen an jüngere Geschwister weitergeben.

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• Verpflegung
Geben Sie Ihrem Kind eine Jause von daheim mit in die Schule. Im Vergleich zum Schulbüffet sparen Sie einiges. Für die Mittagspause kann die Schulausspeisung eine günstige und abwechslungsreiche Verpflegungsmöglichkeit sein.

• Ausflüge
Überlegen Sie, wie viel Geld Ihr Kind auf einem Ausflug oder einer Schulsportwoche realistisch für die Verpflegung brauchen wird. Tauschen Sie sich hier mit anderen Eltern und der Lehrkraft aus. Sonderausgaben sind vom Taschengeld zu bezahlen.

• Schulweg
Nutzen Sie die Möglichkeiten der Schülerfreifahrt oder erkundigen Sie sich, ob eine abwechselnde Fahrgemeinschaft von Eltern möglich ist. Das spart Zeit und Geld. Kürzere Distanzen können auch mit Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden.

• Nachhilfe
Wenn Ihr Kind Nachhilfe benötigt, informieren Sie sich über die verschiedenen Anbieter auf dem Markt. Dabei geht es aber nicht nur um die Kostenfrage. Auch Gruppengröße, Intensität und Erfahrungen anderer sind wichtige Faktoren.

• Markensachen und Gruppendruck
Muss z.B. das neue teure Smartphone wirklich sein, nur weil es alle anderen auch haben? Hier gilt: Reden Sie mit Ihrem Kind darüber! Fragen Sie, wozu es ein Handy braucht. Für den Anfang reicht meist ein günstiges Modell mit Wertkartentarif. Ihr Kind ist für Sie erreichbar, es muss mit einem vorgegebenen Budget auskommen und lernt so, verantwortungsvoll mit Guthaben und Geld umzugehen.

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• Familienfinanzen
Reden Sie mit Ihrem Kind über die finanziellen Möglichkeiten und Grenzen der Familie. Binden Sie es in Diskussionen und Entscheidungen mit ein. So fördern Sie auch das Verständnis Ihres Kindes für die familiären Finanzen. Versuchen Sie gleichzeitig Wertschätzung für die gekauften Schulsachen zu vermitteln. Manches davon soll mehrere Schuljahre halten, um nicht wieder teuer angeschafft werden zu müssen.

• Förderungen
Für einkommensschwache Familien gibt es zahlreiche Förderungen und Unterstützungen für den Schulbereich. Diese sind jedoch von Bundesland zu Bundesland recht unterschiedlich. In Oberösterreich finden Sie eine gute Übersicht auf der Homepage www.familienkarte.at unter der Rubrik „Förderungen". Fragen Sie auch bei Ihrer Gemeinde wegen etwaiger finanzieller Unterstützungen in finanziellen Notlagen an.

Budgetberatung der SCHULDNERHILFE OÖ
Sind die Finanzen angespannt und knapp, tut oft ein frischer und objektiver Blick auf das Haushaltsbudget gut. Die SCHULDNERHILFE OÖ bietet in einer kostenfreien Budgetberatung die Möglichkeit, gemeinsam mit professionellen BeraterInnen die Haushaltsfinanzen nach möglichen Einsparungen zu durchforsten.

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Bei Fragen wenden Sie sich an die Schulden-Hotline der SCHULDNERHILFE OÖ unter 0732/77 77 34 oder per Mail an linz@schuldner-hilfe.at.